da bin ich (leider) mal wieder wegen einem Problem mit meiner Fräse :( Ich habe die Störeinflüsse durch den Fräsmotor wegbekommen und die Fräse an sich funktioniert nun.
Die Positioniergenauigkeit ist aber leider sehr schlecht.
Ich wollte zuerst probieren, eine Platine zu fräsen, anstatt zu ätzen. Gut, das hat bei Weitem nicht funktioniert. Dann wollte ich die Platine nur bohren, und anschließend im Ätzbad ätzen. Die Positioniergenauigkeit der Fräse ist allerdings so schlecht, dass nicht mal eine 10x2 Stiftleiste so gebohrt wird, dass sie auch nur annähernd eingelötet werden könnte. Auch Löcher, welche direkt untereinander sein sollten, sind mit "großem" Versatz zueinander gebohrt.
Gibt es hier eine Möglichkeit, die Fräse "genauer" stellen zu können, sei es softwareseitig (klarerweise bevorzugt), oder hardwareseitig (z.B. Umbau auf Spindelantrieb)?
Ich bin um jede Hilfe dankbar, da ich momentan 900€ ausgegeben habe, ohne damit Freude oder einen Nutzen zu haben :( Ich bedanke mich schon jetzt für eure Antworten und eure Geduld!
Ich habe die Riemen so gespannt dass, sich der Riemen, beim verfahren der Achse nur ganz leicht senkt wenn man über das Profil schaut. Die mitgelieferten "Spanner" sind da wohl nicht ganz vorteilhaft. Deswegen habe ich mir Spanner gebaut.
Falls das keine Abhilfe bringt könntest du mal schauen ob du eventuell das gleiche Problem hast wie ich. Und zwar dreht bei mir ein Motor sporadisch im Fräsvorgang ca. eine Zahn weiter.
ich hatte Pulverkuss auch schon geschrieben, dass "viel nicht immer viel hilft!". Du hast aus meiner Sicht zwei oder drei Probleme:
Deine Achsen sind nicht alle gleich "leichtläufig"! Die Laufrollen der Motorbleche dürfen nur so "vorgespannt" sein, dass sie gerade kein Spiel haben, dennoch die Motorplatten auf der Laufschiene von alleine loslaufen, wenn man die Laufschine um 45 Grad anhebt (ohne den schweren Schrittmotor).
Der Zahnriemen muss gerade so stark gespannt werden, dass sich der Backlash nicht bemerkbar macht. Zu stark ist auch nicht gut. Ich sage immer "Handfest". Auf keinen Fall mit Gewalt!
Dein gesamter Aufbau ist für das Platinenfräsen zu wuchtig und/oder die Verfahrgeschwindigkeit ist zu hoch. Eine Makita zum Platinenfräsen ist wie mit Kanonen auf Spatzen zu schießen.
Optimierung des G-Codes! Setze die Reihenfolge der Löcher so, dass nicht jedes Loch von einer anderen Seite aus angefahren wird (Thema Backlash). Normalerweise sollte sich die Reihenfolge im G-Code bzw. dem CAM Programm ändern lassen.
danke für deine Infos. Ich werde nochmal die Leichtgängigkeit der Achsen kontrollieren (das Problem mit der Beschädigung der Rollen durch das zu feste Aufstecken hat sich von selbst gegeben, da sie "rund gelaufen" sind).
Die Zahnriemenspannung werde ich auch nochmal kontrollieren.
Ich brauche die Makita, da ich mehrere Werkstoffe bearbeite (darunter auch Hartholz und Aluminium). Außerdem war sie im Angebot
Den GCODE werde ich nochmal anschauen, da lässt sich sicher wie du bereits sagtest die Reihenfolge der Löcher besser setzen.
Ich werde das diese Woche alles ausprobieren und euch Bescheid geben :) Danke für eure Hilfe! Schön, wenn man auch Antwort auf Fragen bekommt :)
Die V-Rollen der Achsen ein wenig gelockert, die Schlitten laufen nun viel leichter und ruhiger. Spiel ist dennoch keines vorhanden.
Die Zahnriemen habe ich nachgespannt, aber nicht überspannt.
Die Verfahrgeschwindigkeit wurde von 300mm/s auf 100mm/s herabgesetzt.
Der GCODE wurde dahingehend abgeändert, dass nun die Löcher wie von einem Drucker zeilenweise "von oben nach unten" gebohrt werden.
Leider hat all das nur minimale Änderungen des Ergebnisses gebracht.y
Interessant ist: Fährt nur die X-Achse oder die Y-Achse, passt alles relativ genau. Sobald aber mehr wie eine Achse fahren wird es ungenau, warum auch immer.
Die Abweichung liegt immer noch bei rund einem, stellenweise sogar zwei Millimeter, was für mich leider unbrauchbar ist.
Kann mir noch irgend jemand weitere Tipps / Hilfestellungen geben? Würde ein Spindelantrieb hier Verbesserungen mit sich bringen?